26.11.2021

Mahnwachen: Stadtgrün statt Beton!

"Stadtgrün statt Beton!
Bürgerschaftsbeschlüsse für BürgerInnen statt für SIXT und Investmentprofite am Groten Pohl"

Es ist Dezember 2021...

Die Welt hat noch die Chance, das Artensterben und die Erderhitzung so zu bremsen, dass unsere Kinder noch so gut leben könnten wie wir heute.
Doch das geht nur, wenn wir JETZT unsere Lebensgrundlagen schützen. Unsere Lebensgrundlage ist NICHT der erwartete Profit von Unternehmen. KEIN wirtschaftliches Ziel darf jetzt wichtiger sein als das Leben der kommenden Generation.
Wir, die Initiative "Bei Beton Kein Pardon" stellen uns gegen die hochgradig klimaschädlichen Bebauung der letzten großen innerstädtischen Gartenflächen, Frischluftquellen und CO2-Senken der Hansestadt Rostock.

Wir fordern:
  1. Intakte Gärten am Groten Pohl retten! (KGA Pütterweg, IKG, HWS)
  2. Grünflächen für CO2-Bindung, Biodiversität und Klimawandelanpassung erhalten!
  3. Nur klimaneutrale und gemeinwohlorientierte Nutzung!
Seit kurzem ist bekannt, dass ohne einen fertigen Bebauungsplan für den Groten Pohl plötzlich vorgezogenes Baurecht geschaffen werden soll für einen neuen Bürokomplex für den Autovermieter SIXT. Ein dreister Versuch, den Willen der BürgerInnen Rostocks zu umgehen um klaren Profitinteressen Vorrang zu gewähren.
Nur ein Baustein des "Umweltkonzeptes" einer Stadt, die den Hafen erweitern und lieb gewonnene Bäume fällen will.

Wir fordern daher am 01.12. ab 15 Uhr und am 02.12. ab 17 Uhr unsere VertreterInnen in der Bürgerschaft und im Ortsbeirat auf:

"Werdet euch eurer Verantwortung bewusst und
stoppt die Bebauung um jeden Preis."



Mit vor Ort:
Rostock For Future,
Extinction Rebellion,
Initiative Pütterweg bleibt,
NABU Mittleres Mecklenburg e.V.
NAJU Rostock uvm.

Wir freuen uns auf eure Unterstützung vor Ort.
Für ein Rostock mit Zukunft !

17.11.2021

Offener Brief

Die Beschlussvorlage

Die Stadtverwaltung erarbeitet aktuell eine Beschlussvorlage zum Bauvorhaben von Sixt auf dem Areal des Groten Pohls!

https://ksd.rostock.de/bi/wicket/resource/org.apache.wicket.Application/doc1865061.pdf

Weitere Infos:

https://ksd.rostock.de/bi/vo020?VOLFDNR=1021682

Unsere Antwort darauf

Der LOHRO-Beitrag zum offenen Brief:
Umweltredaktion fragte nach – bei der Stadtverwaltung und bei unseren GartennutzerInnen (Jüte, Madder und Silke):

https://media.lohro.de/recordings/2308#similar_recordings=1

Rostock, 16.11.2021

Offener Brief an die Mitglieder der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock

Sehr geehrte Bürgerschaftsmitglieder,

wie wir aus den Medien erfahren, erarbeitet die Stadtverwaltung aktuell eine Beschlussvorlage zum Bauvorhaben von Sixt auf dem Areal des Groten Pohls in der Südstadt. Sie als Bürgerschaftsmitglieder sollen und werden über diese Beschlussvorlage abstimmen.
Wir sind entsetzt über das Vorgehen der Stadtverwaltung.

Jahrelang wurde die geplante Bebauung des Groten Pohls mit dem Bedarf an Wohnraum begründet. Mittlerweile wurde die dafür herangezogene Bevölkerungsprognose nach unten korrigiert. Nun lesen wir in der Beschlussvorlage, dass dieses für das Stadtklima wichtige und zentral gelegene Gebiet für ein gigantisches „Sixt Innovation Center“ versiegelt werden soll. Ist das eine nachhaltige Stadtplanung im Sinne der hier lebenden Menschen?

Eine klimabewusste Stadtentwicklung findet keine Berücksichtigung. Und das, obwohl im Hinblick auf den Klimawandel die Notwendigkeit von urbanen Grünflächen und Frischluftschneisen insbesondere in stark verdichteten Stadtgebieten mehrfach betont worden ist, etwa im Umwelt- und Freiraumkonzept der Hansestadt. Die Erstellung des B-Plans liegt ganz in der Verantwortung der Hansestadt und zum anderen hat genau diese beschlossen, bis 2035 klimaneutral zu werden. Dieses ambivalente Vorgehen wirft bei uns Fragen auf.

Bürgerbeteiligung fand nur in minimaler formeller Form statt. Das Vorgehen ist für Bürger*innen der Hansestadt nicht transparent. Die Wünsche, Ideen und Bedarfe der Stadtbewohner*innen werden bislang nicht gehört.

Angesichts der existenziellen Bedrohungen durch den Klimawandel ist es fatal, wenn sich die Bürgerschaft darauf bezieht, dass vor langer Zeit ein Beschluss zur Bebauung gefasst wurde. Die Welt verändert sich rasant – insbesondere das Klima. Daraus entsteht ein unmittelbarer und sofortiger Handlungsdruck. Das ist allgemeiner und im Mainstream angekommener Konsens. Entscheidungen müssen den veränderten Gegebenheiten unserer Welt Rechnung tragen und ggf. revidiert werden.

Sie als Bürgerschaftsmitglieder haben es in der Hand. Beziehen Sie die Stadtbewohner*innen in die Planung am Groten Pohl mit ein! Treffen Sie eine Entscheidung für das Klima, für die Zukunft dieser Stadt und ihrer Menschen! Setzen Sie auf innovatives nachhaltiges Denken und Handeln! Machen Sie einen Unterschied! Entscheiden Sie gegen ein „weiter so“ und für eine grüne Stadt am Meer!

Die Initiativen und Vereine:

Pütterweg bleibt!
Rostock for Future
Extinction Rebellion Rostock
NABU Mittleres Mecklenburg e.V.
NAJU Rostock

27.10.2021

Glühweinschnack mit Hase & Wolf

Datum & Zeit
Freitag, 17. Dezember 2021, von 17 bis 20 Uhr

Ort
KGA Pütterweg

Die Initiative „Pütterweg bleibt“, die seit mehr als drei Jahren dieses hundert Jahre alte Biotop beschützt, lädt vom 17 bis 20 Uhr alle Weltverbesser:innen zum Plaudern und Pläneschmieden am vorweihnachtlichen Feuerchen unterm Sternenhimmel ein.

Auch die ganz jungen: für die gibt’s dort nämlich eine eigens für diesen Tag installierte Leinwand, auf der „Hase & Wolf“-Filme zu sehen sein werden.

Sogar für Glühwein ist gesorgt: einfach eine Tasse einpacken und vorbeikommen, im Gemeinschaftsgarten am Hauptweg der Kleingartenanlage Püterweg in der Südstadt, gleich neben dem Groten Pohl. Dort kannst Du die Menschen der Initiative persönlich kennenlernen und ihrem Engagement für einen auch zukünftig grünen Pohl den Rücken stärken. Sie werden es in den nächsten Monaten brauchen: es stehen weiterer öffentlichkeitswirksamer Protest gegen die geplante Bebauung des Areals und hierbei auch ein Bürger:innenbeteiligungsverfahren an.



Anfahrt und Hinweg

Antrag auf Bürgerbeteiligung

Antrag auf Bürgerbeteiligung, den wir bei dem Beirat für Bürgerbeteiligung der Hansestadt Rostock gestellt haben. Eingereicht am 4.8.2021. Besprochen in den Sitzungen am 12.8. und 23.9., soll auf der Sitzung am 28.10. über Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des Geländes des Groten Pohls (Bebauungsplan Nr. 09.W.192. „Wohn- und Sondergebiet am Südring“) entschieden werden.

Rostock, 4.8.2021

An den Beirat für Bürgerbeteiligung der Hansestadt Rostock

Antrag auf Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung und Entwicklung des Gebiets „Groter Pohl“ in der Rostocker Südstadt

Rostock will eine Grüne Stadt am Meer sein: „Gemäß dem Leitbild Grüne Stadt am Meer geht es darum eine lebens- und liebenswerte Stadt für diese und künftige Generationen zu erhalten und zu gestalten“.1 Das wollen wir auch. Deshalb setzen wir uns für den Erhalt von grünen Freiräumen in der Stadt ein, insbesondere für das Gebiet des Groten Pohls/ehem. KGA Ernst Heydemann/KGA Pütterweg (im folgenden Groter Pohl) in der Südstadt. Zur Entwicklung des ca. 22 ha großen (noch grünen) Gebietes stellen wir einen Antrag auf umfassende Bürgerbeteiligung.

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe von Menschen, denen eine zeitgemäße, nachhaltige natur- und menschenfreundliche Stadtentwicklung am Herzen liegt. Ein Teil dieser Menschen bewirtschaftet Gärten in der KGA Pütterweg2 und setzt sich mit der Initiative Pütterweg bleibt! für den Erhalt der Grünflächen auf dem Groten Pohl ein. Ein anderer Teil setzt sich in der NAJU aktiv für Umweltschutz und Artenvielfalt ein. Zudem sind andere Initiativen mit unserem Anliegen verbunden.

Worum geht es?

Soviel Natur mitten in der Stadt? Auf dem Areal des Groten Pohls zwischen Innenstadt, KTV und Südstadt gibt es fast flächendeckend sehr wertvolle Biotope mit etwa 2.000 Obstbäumen, mit über 40 Vogelarten, streng geschützten Zauneidechsen und Fledermausarten und sehr vielen besonders geschützten Tierarten. Das vielfältige Futterangebot von Blüten, Früchten, Samen und Nüssen, sowie das Bestreben zu einer immergrünen Bewirtschaftungsweise macht diese Artenvielfalt erst möglich und auch für den Menschen lebenswert. Der Baumbestand ist alt und divers. Außerdem sind das Stadtklima (z.B. Frischluftschneisen) und der Schutz vor Wasserstau für die Zukunft extrem wichtig. Das genannte Gebiet übernimmt hier eine wichtige Funktion.
Das Gelände wird vielfältig genutzt: Die einzelnen Gartenparzellen in der KGA werden von Freunden und Familien bewirtschaftet (häufig mehrere Personen pro Parzelle), es gibt einen Eltern-Kind-Garten, einen Gemeinschaftsgarten, Treffpunkte für Initiativen, ein Tauschregal. Im Gebiet der bereits verlassenen bzw. abgerissenen Parzellen ernten Menschen das Obst der Bäume, Kinder finden einen paradiesischen Naturspielplatz, andere Menschen treiben Sport, picknicken, gehen spazieren oder führen ihren Hund aus. Das Gebiet dient der Erholung für sehr verschiedene Nutzungsgruppen, es ist ein Ruhepol.
Mit der geplanten Bebauung würden fast 22 ha artenreiche und diverse Grünfläche zerstört. Ein einzigartiger grüner Freiraum für Mensch und Natur würde verschwinden. Eine für das Stadtklima wesentliche Fläche würde versiegelt. Wir als Menschen, die in dieser Stadt leben und diese Stadt ausmachen wollen mitbestimmen, was mit dieser Stadt passiert.

„Bäume und Wiesen – urbanes Grün macht unsere Städte attraktiver und lebenswerter. Stadtgrün reguliert die Temperatur, reinigt die Luft und wirkt sich damit positiv auf das Stadtklima und auf die Gesundheit aus. Es bietet Lebensraum für Flora und Fauna und unterstützt die biologische Vielfalt in der Stadt. Da immer mehr Menschen in unseren Städten leben wollen und leben werden, nimmt die Bedeutung einer „Grünen Infrastruktur“ zu. Sie steigert die Wohnqualität, fördert Freizeit, Sport und Erholung und kann damit den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe stärken“ (Dr. Dr. Barbara Hendricks; Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit).3

Was wollen wir?

Eine 22 ha große Grünfläche mit einem gewachsenen Baumbestand von über 2000 Bäumen soll laut Beschluss der Bürgerschaft versiegelt und bebaut werden. Das Gebiet der Innenstadt ist bereits unterversorgt mit Grünflächen. Die stark zunehmende Verdichtung und Versiegelung der Innenstadt und angrenzender Stadtgebiete vernichtet Freiräume und Erholungsflächen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock hat vor vielen Jahren beschlossen, das Gebiet des Groten Pohl zu bebauen. Ein erster Bebauungsplan wurde verworfen. Nun liegt ein aktueller Entwurf für die Bebauung des Gebiets vor.4 Jenseits der formellen Bürgerbeteiligung gab es bislang keinerlei Formen der informellen Bürgerbeteiligung. Bewohner*innen der Innenstadtgebiete und Nutzer*innen des Gebietes wurden bei der Planung für dieses Gebiet an keiner Stelle einbezogen.
Die Vorgehensweise in Bezug auf die Entwicklung des Gebietes erscheint uns intransparent und z.T. nicht nachvollziehbar. So können wir nicht nachvollziehen, warum bereits vor Jahren die KGA Groter Pohl und Ernst Heydemann durch Kündigung aufgelöst wurde, obwohl kein rechtskräftiger öffentlicher Bebauungsplan vorlag. Die KGA Pütterweg hat gegen die erhaltene Kündigung erfolgreich geklagt. Unter Berufung auf Bevölkerungsprognosen, die mittlerweile revidiert wurden, wird eine Notwendigkeit für die Bebauung des ca. 22 ha großen Gebiets des Groten Pohls behauptet.5 Andererseits findet die klimabewusste Stadtentwicklung keine Berücksichtigung. Und das, obwohl im Hinblick auf den Klimawandel die Notwendigkeit von urbanen Grünflächen und Frischluftschneisen insbesondere in stark verdichteten Stadtgebieten mehrfach betont worden, etwa im Umwelt- und Freiraumkonzept der Hansestadt.6 Zum einen liegt die Erstellung des B-Plans ganz in der Verantwortung der Stadt und zum anderen hat genau diese beschlossen, bis 2035 klimaneutral zu werden. Dieses ambivalente Vorgehen wirft bei uns Fragen auf.

Wir wünschen uns eine zeitgemäße zukunftsorientierte Stadtplanung, die die Bedürfnisse der Bewohner*innen nach Freiraum, Grünflächen und Mitbestimmung bei der Gestaltung ihrer Stadt berücksichtigt. Alle Menschen, insbesondere auch Kinder und Jugendliche brauchen für eine gesunde Entwicklung Freiräume, die sie gestalten können, grüne Flächen als Rückzugs- und Erholungsort sowie frische Luft. Dies zeigt sich insbesondere in Zeiten der Pandemie.7 Der Bedarf nach innenstadtnahen Naturflächen für die Menschen ist heute noch höher als zur Zeit des Aufstellungsbeschlusses. Eine Stadt ist mehr als ihre Häuser. Neben der sozialen Perspektive müssen im Hinblick auf den auch hier spürbaren Klimawandel unbedingt ökologische Aspekte berücksichtigt werden.
Wir wollen, dass das Areal des Groten Pohls unter umfangreicher Beteiligung der Bürger*innen und Bürger geplant und gestaltet wird und unterschiedliche Perspektiven aufgenommen werden. Das Projekt könnte im Hinblick auf Bürgerbeteiligung und zeitgemäße sozial-ökologische Stadtentwicklung neue Maßstäbe setzen. Hier bietet sich die Möglichkeit, vielfältige informelle Formen der Bürgerbeteiligung einzusetzen und bürgerschaftliches Engagement zu stärken und zu fördern. Zugleich könnte die Hansestadt hier etwas schaffen, was die Bekanntheit und den guten Ruf der Hansestadt überregional bzw. international unterstützt.

Warum Bürgerbeteiligung?

In den bisherigen Plänen der Bürgerschaft/Stadtverwaltung zur Bebauung des Areals wurden die Interessen der Bürger*innen, Nutzer*innen, Kinder und Jugendliche nicht genügend berücksichtigt. Insbesondere die Interessen der heranwachsenden Generation werden ohne erweiterte Bürgerbeteiligung nicht gehört und erkannt. Wenn über eine erweiterte informelle Bürgerbeteiligung die Ideen und Wünsche der Jugendlichen, der BürgerInnen und NaturschützerInnen in einem Beteiligungsverfahren zu Tage und zum Tragen kommen, besteht die Chance auf eine nachhaltige diverse Entwicklung des Gebietes - für unser aller Zukunft und Lebensqualität. Ebenso besteht in einer breiten Bürgerbeteiligung die Chance, kreative Ideen und Kompromisse zwischen dem Erhalt von Grünflächen, einer offenen sozialen, kulturellen und ökologischen Nutzung und einer behutsamen Bebauung zu entwickeln.

Bezug zu den Leitlinien zur Stadtentwicklung Rostock 2025

Die Hansestadt Rostock hat sich in ihren Leitlinien zur Stadtentwicklung Rostock 2025 auf die Fahnen geschrieben, dass Natur- und Lebensräume bewahrt werden, ein gesundes Lokalklima geschaffen wird, Rostock sich an den Klimawandel anpasst und eine grüne Stadt am Meer wird. In welcher Weise entspricht die geplante Bebauung den Leitlinien zur Stadtentwicklung? Wie passt es dazu, dass bei solch einem wichtigen Gebiet die Bewohner*innen in Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen nicht einbezogen werden?

Wir sehen insbesondere die folgenden Leitlinien nicht berücksichtigt und fordern, dass die Bürgerschaft und Stadtverwaltung die Leitlinien einhält:
  • Rostock ist Vorreiter beim Klimaschutz (Leitlinie IV)
  • Soziale Stadt (Leitlinie VI)
  • Stadtplanung (…) in hoher Qualität (Stadtteile mit Einwohnerinnen und Einwohnern gestalten, Wohnen in der Stadt als besondere Qualität herausstellen) (Leitlinie VII)
  • Grüne Stadt am Meer (Leitlinie VIII)
Insbesondere die in den Querschnittsaufgaben formulierte Dialogkultur lässt in Bezug auf den Groten Pohl zu wünschen übrig. Wir wünschen uns eine umfangreiche Beteiligung der Stadtbevölkerung.

Bezug zum Leitfaden Bürgerbeteiligung

Seit 2019 bietet der „Leitfaden für mitgestaltende Bürgerbeteiligung“ ein Regelwerk, wie Bürgerbeteiligung in Rostock gelebt werden kann. Danach kommt der informellen Bürgerbeteiligung eine besondere Bedeutung zu. Diese soll frühzeitig erfolgen und keine Ergebnisse/ Beschlüsse vorwegnehmen. Nach dem „Leitfaden für mitgestaltende Bürgerbeteiligung“ sollen alle interessierten Einwohner*innen über laufende oder geplante Vorhaben der Stadt frühzeitig informiert werden. „Die Grundüberlegungen eines Vorhabens werden so früh wie möglich –in der Regel aber spätestens drei Monate vor der Erstberatung in der Bürgerschaft –veröffentlicht. Die Verwaltung informiert über Vorhaben und geplante Beteiligungen ebenfalls frühzeitig –das heißt mit Beginn der Planungsphase.“ Dies ist beim Groten Pohl bisher nicht erfolgt, obwohl die Umnutzung des Groten Pohl von großer Bedeutung für das öffentliche Interesse ist.

Folgenden Kriterien des Leitfadens zur Identifizierung beteiligungsrelevanter Vorhaben treffen auf den Groten Pohl zu:
  • Zu dem Vorhaben ist eine Beteiligung vorgesehen; (formell)
  • Vermutetes hohes Interesse der Einwohner*innen der gesamten Stadt, eines Stadtteils, eines Quartiers oder der Nutzer*innen einer Einrichtung oder hohe Zahl an betroffenen Personen;
  • Wesentliche Änderung des Ortsbildes;
  • Entwicklungskonzepte und Aktionspläne für die Gesamtstadt, einen Stadtteil oder ein Quartier, beispielsweise zu den Themenfeldern
  • Soziales, Klima-und Umweltschutz, Verkehr, Infrastruktur, Denkmalschutz, Kultur, Bildung und Gesundheitswesen, Sport...;
  • Vorhaben, die Ziele und Handlungsweisen festlegen (z.B. Leitbilder, Chartas oder die Fortschreibung des Leitfadens für Beteiligung).
Auf die Liste sollen sowohl Projekte aufgenommen werden, die bereits von der Bürgerschaft beschlossen sind, als auch Vorhaben, die noch nicht beschlossen worden sind. Zusätzlich erscheinen relevante Vorhaben, über die der Oberbürgermeister im eigenen Wirkungskreis entscheidet. Dies vorangestellt, schlagen wir eine Beteiligung der Einwohner*innen zur Umnutzung des Groten Pohl vor.

Wir freuen uns auf eine spannende Bürgerbeteiligung!

Initiative Pütterweg bleibt! und NABU Regionalverband Mittleres Mecklenburg e.V.

27.08.2021

Offene Gärten in MV 2021

Die KGA Pütterweg ist auch dieses Jahr mit dabei und steht für Besucher offen.

Datum & Zeit
am 04. und 05. September 2021, ganztägig

Ort
KGA Pütterweg

BesucherInnen können einen Blick in fast alle 103 Parzellen werfen und mit den Gärtnern plaudern.

Weitere Möglichkeiten:

Hauptweg:

- Infostrecke:
--> Infos zu den Plänen der Stadt, Ist-Zustand und Wert der Flächen
--> Sammlung von Alternativideen für die Nutzung der Gärten statt Bebauung
- Tauschregal
- Bildergalerie

Auf den Wegen:
- Sitzmöglichkeiten
- Kaffee und Kuchen
- Tee aus Pütterweg-Kräutern (Minze, Frauenmantel, Brennessel, Salbei,...)
- Pflanzen zur Mitnahme

Gemeinschaftsgarten:
- Balancieren auf der Slackline
- Hüpfen auf der Trampolin
- Fußball spielen

Eltern-Kind-Garten/Spielplätze:
- Schaukeln
- Spielen im Sandkasten

Hier könnt ihr sehen wie kreativ, solidarisch, naturnah und vielfältig Kleingärten sein können.

Anfahrt und Hinweg

11.08.2021

Unsere fleißigen Bienchen!!!

Unser Bienenvolk hat den Frühling und Sommer ganz fleißig gesammelt.
Aus der Bienkiste werden die hinteren Honig Waben entnommen.
Diese werden ausgequetscht und der flüssige Honig läuft durch verschiedene Filter.
Wenn der Honig fein genug ist, wird er in die Gläser abgefüllt.
Leckere 28 Gläser Honig haben die Bienchen erarbeitet und wir geerntet.
Toll gemacht Bienchen!!!

07.07.2021

18.06.2021

Rückblick: Offene Gärten 2021

DANKE....
an alle Beteiligte und BesucherInnen!
für viele neue Ideen, für das Interesse, für den Zuspruch und regen Austausch!


Sendung: Nordmagazin | 12.06.2021 | 19:30 Uhr
Kleingartenidylle und Zankapfel: Der Grote Pohl in Rostock
3 Min | Verfügbar bis 12.12.2021
Hier klicken!

Beitrag von Radio Lohro:
https://media.lohro.de/recordings/1716#similar_recordings=1

Die zahlreichen Besucher wurden von unseren Gärtnern mit Kaffee, Kuchen, Tee, Pflanzen zur Mitnahme, Eis, Bier und vielen schönen Sitzecken empfangen.
Infostrecke am Hauptweg

15.06.2021

Teilnahme an der Aktion KistenKunst

„Pütterweg bleibt!“ macht KistenKunst
Standort unserer Kiste
Entstehung der Kiste
Urkundenvergabe

Initiative „Pütterweg bleibt!“ macht KistenKunst

KistenKunst ist eine Stadtraumausstellung, die von den Freudestiftern der Hanseatischen Bürgerstiftung Rostock und dem Amt für Stadtgrün der Hanse- und Universitätsstadt Rostock veranstaltet wird. Als Initiative „Pütterweg bleibt!“ sind wir mit dabei und gestalten eine der Kisten, die vom 1. bis 22. August 2021 in Rostock zu sehen sein werden.

Unsere Kiste fragt: „Finden Sie das schön?“ Sie lädt zum Dialog ein. Was macht eine Stadt schön, liebenswert und lebendig?

Lasst uns grüne Freiräume schützen.

Wir finden Rostock schön – besonders den Pütterweg. Wir setzen uns für den Erhalt naturnaher Räume mitten in der Stadt ein und wollen einen Freiraum für Kreativität, Vielfalt und lebendige Stadtkultur. GEGEN Versiegelung und noch mehr Beton! FÜR einen Raum der Begegnung für alle Rostocker*innen, FÜR Biodiversität, Klimaschutz, Gärtnern in Gemeinschaft, Nachhaltigkeit, Insektenschutz und Orte zum Durchatmen. Wir brauchen naturnahe Räume in der Stadt, damit Rostock lebenswert bleibt.

Die Gartenanlage im Pütterweg ist ein Paradies für Flora, Fauna und für eine Vielfalt an Menschen. Sie soll einem neuen Wohn- und Gewerbegebiet weichen, für das ein großer Teil der Flächen versiegelt wird. Bäume statt Beton ist eine der Forderungen, die uns KistenKünstler*innen zur Gestaltung der Kiste inspiriert hat. Bäume statt Beton – das finden wir schön. Was finden Sie schön?

Standort unserer Kiste

Unsere Kiste ist am Alten Markt (Nähe St.-Petri-Kirche in der Rostocker Alt-Stadt) zu erkunden und zu bewundern!


Entstehung der Kiste

Große und kleine Hände helfen bei der Entstehung unseres Kunstprojektes. Große und kleine Ideen werden diskutiert. Großes und kleines Werkzeug wird gebraucht. Die KistenKunst ist ein Gemeinschaftsprojekt von Groß und Klein für den Erhalt eines Rostocker Paradieses!
Finden Sie das schön?

Urkundenvergabe der Kistenkunst (5.Platz und 100€) beim Bürgerbrunch am 22.08.2021

02.06.2021

Offene Gärten in MV 2021

Die KGA Pütterweg ist auch dieses Jahr mit dabei und steht für Besucher offen.

Datum & Zeit
am 12. und 13. Juni 2021, ganztägig

Ort
KGA Pütterweg

BesucherInnen können einen Blick in fast alle 103 Parzellen werfen und mit den Gärtnern plaudern.

Weitere Möglichkeiten:

Hauptweg:

- Infostrecke:
--> Infos zu den Plänen der Stadt, Ist-Zustand und Wert der Flächen
--> Sammlung von Alternativideen für die Nutzung der Gärten statt Bebauung
- Tauschregal
- Bildergalerie

Auf den Wegen:
- Sitzmöglichkeiten
- Kaffee und Kuchen
- Tee aus Pütterweg-Kräutern (Minze, Frauenmantel, Brennessel, Salbei,...)
- Pflanzen zur Mitnahme

Gemeinschaftsgarten:
- Balancieren auf der Slackline
- Hüpfen auf der Trampolin
- Fußball spielen

Eltern-Kind-Garten/Spielplätze:
- Schaukeln
- Spielen im Sandkasten

Hier könnt ihr sehen wie kreativ, solidarisch, naturnah und vielfältig Kleingärten sein können.

Anfahrt und Hinweg

27.05.2021

Neues zu unseren Bienen

Unser alter Stamm hat den Winter prächtig überstanden und ist zu einem großen starken Volk gewachsen. Das alte Volk teilt sich, d.h. die alte Königin nimmt einen Teil des Volkes mit und schwärmt aus bis zum Baum des Nachbarsgarten. Dort haben wir den Schwarm in einer Kiste eingefangen. Und sie sind in die neue Kiste eingelaufen.

Die alte Kiste ist nun kurz ohne Königin, aber aus den Weiselzellen schlüpft die neue Königin. Unsere ist geschlüpft! Der hintere Teil unserer Bienenkiste ist der Honigraum, der für die Menschen abfällt.
Der Bienenschwarm
Die Weiselzellen
Der Honigraum